Wrote this one as a birthday present for a lady I know. It roughly translates as "Erwin, the doggy scrubber-thing." Full English version may follow some day if I find the time...
Erwin, das hundige Bürstenvieh
Das hundige Bürstenvieh
landet nie
auf vollmohnigen Feldern.
Auch hat es leider kein Anrecht an öffentlichen Geldern.
Ersteres ist nicht schade
es kann eh nicht fliegen
(maximal hinfalln in stark schräger Lage)
letzteres wird, logisch, am Wetter liegen.
Das hundige Bürstenvieh
starrt nie.
Es achtet nicht auf Brüste
viel wichtiger sind ihm Würste*
(*aus Tofu)
Es tut hauptsächlich nichts
allerdings das kann es gut.
Manchmal frisst oder schläft es von wegen des Gewichts;
zum Geburtstag wünscht es sich Mut.
Es hat ein Skateboard mit Propeller
damit ist es bedeutend schneller
als wenn es liefe
oder gar schliefe.
Das hundige Bürstenvieh geht gern in den Zoo
und schaut Giraffen auf den Po.
Die Flecken sehen aus gar wie Buletten
an denen würde es dann gar zu gerne riechen.
Das hundige Bürstenvieh gehört zur Familie der Träumer.
Seine Mutter ist Apothekerin,
sein Vater Bischof in Schwerin
und seine Oma hat Rheuma.
Sein Oheim ist Stabhochspringer und springt in die Höh,
seine drei Brüder sind Punker,
sein Neffe liegt vor Sansibar vor Anker,
die Großtante hat Diarrhoe.
Das hundige Bürstenvieh ist recht gescheit
doch mit Worten kennt es sich weit
aus besser aus als mit Zahlen.
Die kann es maximal malen.
Das hundige Bürstenvieh
hat einen weichen Kern
und kuschelt gern.
Meistens riecht es nach Kirschen (den süßen)
und Sommerurlaubsgrüßen.
Das hundige Bürstenvieh fährt gern zur See.
Es schifft über die Reeling, schreit dabei 'Juche!';
wenn es sich anschifft ist das egal
bei Windstärke 9 passiert das schonmal.
Es lässt im übrigen melden
dass es dich sehr mag.
Wenn dich wer dumm anmacht, markiert es gern den Helden.
Notfalls jeden Tag.
Freitag, 21. Juni 2013
Mittwoch, 29. Mai 2013
A General Distress Call
It's been quite a while. Nevertheless, here's another dose of me.
A General Distress Call
We're all mere clerks to the admiralty
the shadows in fuzzy pictures of the evolution
plenipotentiaries of our own duress.
The saloons of time don't serve us
so we're left, sober,
on damp meadows of existence.
It's better to choose a senseless protest
than senseless compliance.
A General Distress Call
We're all mere clerks to the admiralty
the shadows in fuzzy pictures of the evolution
plenipotentiaries of our own duress.
The saloons of time don't serve us
so we're left, sober,
on damp meadows of existence.
It's better to choose a senseless protest
than senseless compliance.
Samstag, 16. Februar 2013
Wir Aber / We, However
Wir aber
Wir sollten Dankbarkeit beweisen
dass ihre orangierte Gewaltsamkeit
uns umfängt
und dass es uns gewährt ist
zu schreien.
Wir aber trinken gierig den
Champagner der Aufklärung
und versuchen uns zu schützen
mit kurzflächigen Sicherheitsmaßnahmen
während wir aggressiv zuhören
und uns selbst auf den Kopf spucken.
Wir aber hocken auf unserem frei schwebenden Stuhl
ständige Unschärfe im Reflex
und befreien uns von der Gesundheit
dabei das endgültige Schweigen längst im Blick.
translation:
We, however
We should show gratitude
that their oranginated violence
envelops us
and that we are allowed
to scream.
We, however, drink voraciously
the champagne of enlightenment
and seek to protect us
with short-areal security measures
while we listen aggressively
and spit on our own heads.
We, however, squat on our free-floating chair
constant blurriness in reflex
and free us from health
the final silence already in sight.
Wir sollten Dankbarkeit beweisen
dass ihre orangierte Gewaltsamkeit
uns umfängt
und dass es uns gewährt ist
zu schreien.
Wir aber trinken gierig den
Champagner der Aufklärung
und versuchen uns zu schützen
mit kurzflächigen Sicherheitsmaßnahmen
während wir aggressiv zuhören
und uns selbst auf den Kopf spucken.
Wir aber hocken auf unserem frei schwebenden Stuhl
ständige Unschärfe im Reflex
und befreien uns von der Gesundheit
dabei das endgültige Schweigen längst im Blick.
translation:
We, however
We should show gratitude
that their oranginated violence
envelops us
and that we are allowed
to scream.
We, however, drink voraciously
the champagne of enlightenment
and seek to protect us
with short-areal security measures
while we listen aggressively
and spit on our own heads.
We, however, squat on our free-floating chair
constant blurriness in reflex
and free us from health
the final silence already in sight.
Sonntag, 20. Januar 2013
Ein Singspiel / A Musical Comedy
ein singspiel
ich sehe sie jetzt
ich sehe sie jetzt ganz deutlich
wie sie herüber waten, stumm
doch reichlich umwortet
von fragen und antworten
die im dunkeln einander nicht finden.
ihr gesicht
ein festliches frontispiz, ein spiegel
für die besorgte zuversicht
einer welt
irgendeiner welt.
sie besitzen zwei seelen
die eine in ihrer brust verstopft stetig
ihr herz
die andere schwebt
über ihren köpfen geräuschlos und weit
und erhellt was sie tun was sie
sich ausschädeln:
was einmal wird.
dabei,
ihr kopf geht gradweg hindurch
was ist:
etwas hört man das rascheln und
schaben, wenn sie
denken an liebe in hohen fenstern.
dann halten sie inne
und schauen einander an.
und beide verschwinden im schall.
translation:
ich sehe sie jetzt
ich sehe sie jetzt ganz deutlich
wie sie herüber waten, stumm
doch reichlich umwortet
von fragen und antworten
die im dunkeln einander nicht finden.
ihr gesicht
ein festliches frontispiz, ein spiegel
für die besorgte zuversicht
einer welt
irgendeiner welt.
sie besitzen zwei seelen
die eine in ihrer brust verstopft stetig
ihr herz
die andere schwebt
über ihren köpfen geräuschlos und weit
und erhellt was sie tun was sie
sich ausschädeln:
was einmal wird.
dabei,
ihr kopf geht gradweg hindurch
was ist:
etwas hört man das rascheln und
schaben, wenn sie
denken an liebe in hohen fenstern.
dann halten sie inne
und schauen einander an.
und beide verschwinden im schall.
translation:
a musical comedy
I see
them now
I see them
now quite clearly
as they
wade across, mute
but
richly enveloped by words
by
questions and answers
which
don’t find each other in the dark.
their face
a
festive frontispiece, a mirror
for the
worried faith
of a
world
of any
world.
they have
two souls
the one
in their chest continuously clogging
their
heart
the
other one hovers
above
their heads silently and wide
and illuminates
what they do what their
skulls
think up
what
will be.
though,
their
heads go straight through
what is:
a little
you hear the rustling and
rasp,
when they
think of
love in high windows.
then they
stop for a moment
and look
at each other.
and both
vanish in sound.
Samstag, 12. Januar 2013
Drei Räume
Es begegneten mir
soeben in einem Raum:
2 Italienerinnen mit
riesigen Brüsten,
ein quäkendes Kind und
sein
auf Kutschen deutender
Vater,
eine Alte mit
Schnauzbart,
ein debil grinsender
Herr
mit offenem Mund,
eine Asiatin,
und ein Herr, der
seine Mutter
im Rollstuhl herum
und vor die
ausgestellten Bilder
fährt, anhält vor
jedem
und auf ihr
unmerkliches Zeichen wartet
das ihm bedeutet, sie
sei
auch dieses Anblicks,
wie der anderen,
überdrüssig.
Es fehlte
der Mann auf dessen Koffer
groß
„Frage mich nach
Jesus“ steht
der lächelte für einen
kurzen Moment
während die Kinder im
Zug
sich im Kreise
jagten
und johlten.
Ich habe Sand in den
Muscheln meiner
Kopfhörer
Ein wenig rauscht in ihnen
Das Meer nach.
Translation:
Three Rooms
Translation:
Three Rooms
I just encountered
in a room:
2
Italian ladies with giant breasts,
A squawking
child and
his
father pointing at horse-drawn carriages,
An old
woman with a moustache,
A moronically
grinning man
With his mouth open,
An Asian woman,
With his mouth open,
An Asian woman,
And a
man, pushing his mother
Around in
a wheelchair
to the
paintings on display,
Stopping
in front of each
Waiting for
her imperceptible sign
to tell
him, she had grown
Weary of
this sight, too.
There
was missing
The man whose
suitcase
read “Ask
me about Jesus”
Who smiled
for one
Short moment
While the
children in the train
chased
each other in a circle
And jeered.
I’ve got
sand in the
Cups of
my headphones
A little
the sound of the ocean
Lingers
on in them.
Mittwoch, 9. Januar 2013
White noise
sitting
still for a moment
turning
off all the chatter music
news
the neighbour
teachers
beggars haters
feeds
the furious fish
with
a megaphone
there’s
silence for a second
then
suddenly the deafening
roar of
your heartbeat
waves of
blood
rushing
past your ears
gush
upon gush
of white
noise
fracturing
your inner
hearing
then
the urge
to shut yourself out again
to chat
and sing
to
exchange your own
chaos
for external order to
shake
your head to the news
laugh at the neighbor
ignore teachers beggars
hate haters
be fed
and swim along.
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